The Road to Social Enterprise – Teil 2: SAP JAM braucht „JAMpions“

Phoron hat SAP JAM nun bereits seit einem halben Jahr als „Cloud-Lösung“ in Betrieb. Alle Mitarbeiter haben Zugang und können alle Funktionen nutzen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass wirklich alle das auch nutzen. Wer nutzt JAM, wer nutzt es nicht? Und warum nicht?

Im zweiten Teil unseres Erfahrungsberichtes über die neue Social Collaboration Platform „SAP JAM“ widmen wir uns ganz der Erfahrung aus mehreren Monaten produktivem Einsatz und den letzten Feature-Updates aus dem Hause successfactors. (Erster Teil verpassst? )

Wer nutzt Jam, wer nutzt es nicht? Und warum nicht ?

Um ein Gefühl für die Akzeptanz von SAP Jam im Unternehmen zu bekommen, befragten wir alle Mitarbeiter. Hier das Ergebnis zur Frage „Wie häufig nutzt Du Jam?“:

Es zeigte sich, dass es eine Gruppe von „Heavy Usern“ gibt, die Jam täglich mehrmals nutzen. Aber es gibt auch eine große Gruppe von Personen, die sich noch nie angemeldet hatten.

Die Antworten auf die zweite Frage „Wie gut kennst Du Dich in Jam aus?“ fielen so aus:

Es gibt also eine große Gruppe von Personen, die sich nicht oder nur schlecht im Jam zurechtfinden, was mit dem großen Anteil an „nicht-Nutzern“ korrelliert. Die Gruppe von Personen, die der Meinung sind sich sehr gut auszukennen, ist relativ klein. In der Mitte gibt es eine große Menge an Personen, die sich tendenziell „eher gut“ zurechtfinden.

Das legt die Vermutung nahe, dass viele dieser User, die zwar über ausreichendes Know-how verfügen, SAP JAM aber dennoch nicht entsprechend häufig nutzen, keinen besonderen Mehrwert für sich erkennen können. Diese Einschätzung wird auch durch persönliches Feedback bestätigt.

„JAMpions“ entscheiden über den Erfolg

JAM ist in unserem Unternehmen keine Pflicht-Anwendung. Vielmehr hängt die Nutzung sehr stark vom Teamleiter oder Projektleiter ab. Wenn dieser viele Informationen über JAM kommuniziert, oder wichtige Projektmanagement-Tätigkeiten nach JAM verlagert, muss das Team natürlich mitziehen. In diesen Fällen zeigte sich, dass die Teammitglieder überwiegend positiv gestimmt waren und einen deutlichen Mehrwert erkannten.

Damit hat unsere kleine Umfrage sehr deutlich alles bestätigt, was man generell über die Einführung sozialer Netzwerke lesen kann, und was uns von successfactors auch als essentieller Erfolgsfaktor sehr nahe gelegt wurde: Zuerst müssen einige „Schlüsselpersonen“ – die JAMpions – gewonnen werden, diese wirken dann als Multiplikatoren und tragen entscheidend zum Erfolg bei.

Neues von der technischen Seite

Die anfänglichen Stabilitätsprobleme sind seit Anfang 2014 in den Hintergrund getreten. Es gibt keine Klagen mehr, das System läuft stabil. Lediglich mit der Performance sind wir nicht immer zufrieden. Vor allem die initiale Anmeldung dauert oft zu lange.

Es gibt auch einige gute neue Funktionen! Im Februar-Release wurde zum Beispiel eine Kalender-Funktion ausgeliefert. Es ist nun möglich, für ein Team oder ein Projekt einen zentralen Kalender zu pflegen, um wichtige Gruppen-Events dort zu kommunizieren und zu planen.

Ebenso neu ist die Möglichkeit, große Gruppen mit „Untergruppen“ zu strukturieren, um kleineren Personengruppen eigene Arbeitsräume zu schaffen. Gefällt uns!

Jedoch: So gut die neuen Features sind, waren wir doch einigermaßen überrascht als sie plötzlich da waren. Per default werden neue Funktionen anscheinend aktiviert und zu einem Stichtag ausgeliefert. Als Administrator kann man einiges davon zwar wieder abschalten, dazu muss man aber wissen, was überhaupt neu ist. Wir haben daraus gelernt, regelmäßig an den angebotenen Webinars teilzunehmen. Hier sollte es dann auch die Möglichkeit geben, rechtzeitig Informationen über Änderungen zu erhalten.

Integration – nun also doch!

Im Teil 1 dieses Erfahrungsberichts haben wir noch berichtet, dass die Integration zu SAP Systemen nicht funktioniert. Inzwischen ist uns die richtige Konfiguration gelungen.

Sobald alle Einstellungen richtig waren, war es problemlos möglich aus ABAP heraus direkt das SAP JAM API anzusprechen. Das ist sehr komfortabel gelöst, indem SAP mit der SAIL (Social application integration library) praktisch alle Methoden ausliefert und man sich um die eigentliche Kommunikation nicht mehr kümmern muss. Damit waren die technischen Hürden genommen und wir konnten ein erstes Szenario umsetzen.

Fazit

Auf den Punkt gebracht kann man sagen: Die, die JAM häufig nutzen, lieben es. Es gibt aber auch viele, die es nicht nutzen und daher nicht lieben, oder umgekehrt ? Die Verbreitung kann nur mit den „JAMpions“ gelingen.

Stabilität ist in Ordnung – die permanenten Funktionserweiterungen zeigen, wie viel Geld und Zeit SAP hier reinsteckt. In vielen SAP Modulen ist die JAM-Integration bereits auf der Roadmap.

Im nächsten Teil:

Die Umsetzung eines Prozesses mit SAP und JAM und die konkreten Erfahrungen unserer Projektleiter dazu!

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